• Kerstin von Fichtelchalet

Es ist so weit. Meine Erfahrung, meine Emotion, meine Geschichte.

Hallo und herzlich willkommen zu meinen Blogbeiträgen rund um unseren Neubau & der Vermietung.


Es gibt viele Themen & Gedanken, die auch außerhalb unserer Social-Media-Beiträge erwähnt werden können. Ich schreibe über die Verwirklichung einer eigenen Ferienimmobilie. Über den Einstieg in die Selbstständigkeit, den aufzubringenden Mut, die entstehenden Ängste, die anfallenden Hürden. Ich berichte über mich und mein Leben. Danke, für Deine wertvolle Zeit.


Ich bin Kerstin, 35 Jahre alt, Sternzeichen Fisch, leidenschaftlich gerne Mutter, eine gute Haus- und Ehefrau, bestimmt auch eine gute Chefin, aber vor allem ein Mensch mit einem liebenden Herz, viel Optimismus und großen Träumen. Mein erstes Gehalt nach meiner Ausbildung habe ich direkt in eine eigene Immobilie investiert. Mein Motto: ohne Fleiß kein Preis. Nicht jeder hat das Glück finanzielle Sicherheit zu erben - also, was bleibt einem übrig. Große Träume begraben oder einen Schritt nach dem anderen gehen und es zumindest versuchen? Ich habe mich schon sehr jung für letzteres entschieden.



50 Tage bis Day 1

Es sind jetzt noch 50 Tage bis zur Eröffnung unserer Chalets; dann vermieten wir das erste Mal eine Immobilie für Feriengäste. Ob wir aufgeregt sind? – Und wie! Aber ehrlich gesagt kommen wir gar nicht dazu darüber nachzudenken bzw. schieben aufkommende Gedanken auch einfach mal ganz schnell weg. Zu viele andere Themen stehen im Fokus. Zuerst das normale Leben mit Kindern, die Pandemielage, der Hauptjob. Dann kommt alles rund um den Neubau.


Wirtschaftlich denken "nach den Ausgaben müssen Einnahmen kommen."


Die Uhr tickt und der Bau muss pünktlich fertig werden. Wir haben ein straffes Zeitprogramm – vorrangig wurde das durch uns selbst als hohes Ziel gesteckt. Nur, wer so ein Projekt plant, der muss sich strenge Deadlines setzen und immer das Wichtigste überhaupt fokussieren: Einnahmen erzielen. Umso mehr freuen wir uns, dass wir bereits jetzt schon mehrere Buchungen erhalten haben. Das erste Geld aus einer Anzahlung auf dem Bankkonto zu erhalten, hat mich eine Freudenträne gekostet; das kann ich euch verraten. Dann sind es die Emotionen, die mal kurz ausbrechen dürfen. Es wird einem bewusst, dass es echt klappen könnte. Dass der Traum, der in tausend Einzelteile durchdacht wurde, vielleicht funktioniert. Dass die Sorgen des Scheiterns unbegründet sind, dass man einfach nur zuversichtlich und positiv bleiben kann. Und ehe man sich versieht und doch ein kleiner Zweifel aufflammt, geht´s lieber ganz schnell zurück zur Organisation.


Eine stabile Beziehung zum Alltag finden, zu sich und zu allen Mitmenschen


Als Bankkauffrau habe ich schon immer eine Leidenschaft für Details, Perfektion und Struktur. Ich liebe Papierkram, Abläufe planen, zwei Schritte im Voraus denken. Das alles kommt uns jetzt zugute. Als Ergänzung spiegelt sich Christoph perfekt ein: Er liebt Entscheidungen, lässt sich nicht aus der Ruhe bringen, kennt seinen Plan und behält immer den Fokus – selbst, wenn ich mich verzettle. Und glaubt mir, bei den ganzen Briefen, E-Mails und Anrufen in letzter Zeit kommt das auch vor. Gut, wenn die Beziehung fest und liebevoll ist. Ein Neubau bringt Anspannungen hervor, eine neue Belastungsgrenze, Ängste, Sorgen und Unsicherheiten. Eine stabile Familie ist wichtig.


Das Ziel immer im Blick


Mein Fokus lautet nun: Strukturiere die letzten Countdown-Tage, priorisiere deine Aufgaben und nehme Unterstützung an. Klingt easy. Ich ordne also meine offenen Aufgaben - altmodisch, mit Zettel und Stift: 1. Lampen aussuchen, 2. Gartengestaltung beginnen, 3. Einarbeitungsplan neues Personal schreiben, 4. Planung der Facebook-Beiträge, 5. Anlieferung der Sofas terminieren, auch gleich der Küche, der Betten, des Whirlpools. 6. Einkaufsliste Kleinteile schreiben. 7. Aufbau der Infomappe überlegen, 8. Kooperationspartnern auf der Homepage integrieren, 9. Strom- und Internetverträge prüfen, 10. Türgriffe aussuchen, 11. Schreiner Muster abholen, 12. Bilder- und Videowochenende koordinieren, 13. ... So setze ich mir also meine Tages- und Wochenziele und freue mich am Abend über jeden Haken, der ein Thema positiv beendet. Und da kommt es dann, diese kleine Emotion, tief in mir, eine kleine stolze Emotion, hervorgerufen über meinen eigenen Fleiß. Den Moment feiere ich dann innerlich: Meine eigene abgehackte To-Do-Liste ist der Hit. Sie gefällt mir richtig gut. Sie tut mir richtig gut.


Und dann passt es wieder: ohne Fleiß kein Preis - also suche ich mir mit voller Absicht viele weitere Aufgaben und notiere jede einzelne ganz stolz auf meinem neuen Block(g). Perfekt.


Danke, dass Du mich begleitest.

Eure Kerstin